Langeweile

Martha

Romantisch-komische Oper in vier Akten
von Friedrich von Flotow

  • Konzertante Aufführung
  • Premiere 28. Februar 2026
  • Großes Haus

GATTE: Donnerstag ist Martha. GATTIN: Nee, Martha kommt heute ... KASSIERER: Heute ist „Siegfried“ ... GATTE (zum Kassierer): Martha ist meine Schwägerin ... KASSIERER: Ach?
Loriot

Lady Harriet Durham gibt sich aus Langeweile als einfache Bedienstete aus und setzt dadurch eine Kette von Missverständnissen in Gang. Dabei gerät sie in eine Liebesgeschichte mit Lyonel, dem Sohn einer einst royalen Familie, dem sie beinahe das Herz bricht. Dieses Verwechslungsspiel mit romantisch-komödiantischer Handlung erinnert bis heute an Hollywood-Komödien. Die Oper besticht durch berühmte Arien wie „Ach, so fromm“ und „Letzte Rose“ sowie durch kunstvoll gestaltete Ensembleszenen. „Martha“ war eine der meistgespielten Opern des 19. Jahrhunderts und gilt als Flotows größter Erfolg. Seine Musik ist beeinflusst von der Opéra Comique, von Jacques Offenbach, aber auch von Gaetano Donizetti. Seit ihrer Uraufführung 1847 begeistert die effektvolle Orchesterbehandlung das Publikum.


Sa. 28.3.2026
19:30 Uhr - Einführung um 19 Uhr | Foyer Großes Haus


Do. 02.4.2026 - Zum letzten Mal
18:00 Uhr - Einführung um 17:30 Uhr | Foyer Großes Haus

Musikalische Leitung Vladimir Yaskorski
szenische Einrichtung Ute M. Engelhardt
Chorleitung Moritz Laurer
Ausstattungsassistenz, Betreuung Kostümbild Andrea Nagy
Musikalische Einstudierung Antonio Losa, Evgenij Ganev
Dramaturgie Leonard Lampert

Mit

„Das Publikum amüsiert sich köstlich.“

Gießener Anzeiger

„So frech und munter, wie das Musikensemble des Gießener Stadttheaters die romantisch-komische Oper „Martha“ von Friedrich von Flotow von allem Staub befreit und mit Leben füllt, ist es eine rundum gelungene Sache. [...]  In dieser Rolle [des Conférenciers] hätte man mit Ben Janssen, dem der Schalk im Nacken sitzt, keinen Besseren finden können. Im Frack und Zylinder erntet er gleich zu Beginn die ersten Lacher, als er hochbedeutungsvoll verrät: ‚Hier wird heute die ganze Zeit gesungen.‘ [...] In der Titelrolle lässt Julia Araújo die Koloraturen nur so purzeln. […] Die berühmte Arie „Letzte Rose“ trägt sie in gleichsam schwebendem Gesang mit größter Innigkeit vor, dabei schmilzt nicht nur der verliebte Lyonel, sondern auch das Publikum dahin. […] Als Lyonel gibt Ferdinand Keller eine glänzende Vorstellung. Mit seinem klangschönen Tenor, der jugendliche Frische, Kernigkeit und Elan ausstrahlt, verkörpert er einen Liebhaber wie aus dem Bilderbuch. Und wenn er die Bravourarie „Ach so fromm, ach so traut“, die sich kein Tenor von Caruso bis Jonas Kaufmann hat entgehen lassen, mit Bewegtheit und soviel Hingabe singt, erobert er alle Herzen. Gesanglich stets tadellos, kann Bariton Tomi Wendt sein komödiantisches Talent als Lord Tristan nach Herzenslust ausspielen. Darin steht ihm Clarke Ruth in nichts nach, der dem Gutsherrn Plumkett mit markantem, agilem Bass und einer gehörigen Portion Humor ein munteres Landleben einhaucht. Eine herrliche Nummer ist sein Lobgesang (mit Chor) auf das gute Porterbier. Als Richter auf dem Mägdemarkt macht Leo Lang, im Talar und mit Allongeperücke wie eine Figur aus der Commedia dell’arte, den Spaß perfekt.“

Gießener Anzeiger

„Das Orchester saß auf der Bühne und davor arrangierte Opernchefin Ute M. Engelhardt ein ganz hinreißendes Spiel, alles in unmittelbarer Nähe zum Publikum. Gerade die Reduktion vermied die Kitsch-Falle und sie ließ den Funken unmittelbar überspringen.“

hr2 Frühkitik

„In spürbarer Spiellust tritt die Musik in kräftig leuchtenden Tönen hervor. Bereits in der Ouvertüre, die geschickt die Balance hält zwischen Potpourri-Charakter und dem Brauch der Romantiker, bestimmte Grundelemente der Handlung vorwegzunehmen, wird mit dem schönen Hornsolo der Weg für weitere Instrumentalsoli geebnet. Beherzt und temperamentvoll führt Yaskorski das Orchester mit Schmiss durch das Markttreiben, und in lyrischen Momenten strahlt die Wiedergabe Klarheit und Innigkeit aus. Der von Chordirektor Moritz Laurer einstudierte Chor rundet mit Stimmfülle das musikalische Gesamtbild ab und erweist sich im Szenischen wiederum als allseits belebendes Element, etwa beim rhythmischen Einzugsmarsch der Mägde, die in immer höherer Stimmlage ihre Fähigkeiten anpreisen.

Gießener Anzeiger

„Haussopranistin Julia Araújo übernimmt als Lady Harriet die Titelpartie, ihre Vertraute Nancy spielt Mezzosopranistin Julia Rutigliano. Die Damen geben als Mägde alles. Sie leiden, lieben, erschrecken sich und sind voller Wonne zornig. Stimmlich ergänzt sich das bei Bedarf durchschlagend laute Organ der Araújo mit dem geschmeidigen Volumen der Rutigliano zu einem „Mädels“-Duo, das die Männer magisch anzieht.

Zum Beispiel Harriets Vetter Lord Tristan, den Tomi Wendt mit diebischer Mimik gibt. Der junge Tenor Ferdinand Keller hat als Lyonel nach der Pause seine Momente voller Schmelz und Hingabe. Clarke Ruth in der Rolle des Bauernburschen Plumkett darf seinen Bass genüsslich ausspielen. Der wieder einmal überragende Opernchor macht das Ganze rund und, trotz schwarzer Outfits, bunt.

Das Philharmonische Orchester bietet unter dem Dirigat von Vladimir Yaskorski einen lupenreinen Abend. Arien, Duette, Quartette und Quintette sprühen vor Charme. Das Blech ist in Plauderlaune, das Solo-Horn von Martin Gericks betört. Holz und Streicher erfreuen sich mit Muße an der Partitur.“

Gießener Allgemeine Zeitung



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