Aktion zum CSD: Studi-Tickets ab sofort buchen!
Wenn am 30. Mai der CSD in Gießen gefeiert wird, spielen wir im Stadttheater das passende Programm. Studierende* können schon heute Gratis-Tickets für die Veranstaltungen „Heartship“ und „Lila Lieder Late Night“ buchen. Dafür einfach im Webshop über „Preise“ Semester-Ticket auswählen. So sichert ihr euch vorab euer Ticket und müsst trotzdem nichts bezahlen.
*gilt für Studierende der Justus-Liebig-Universität, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Freien Theologischen Hochschule; eine kostenlose Eintrittskarte pro Vorstellung; zusätzlich kann ein eigenes Kind ebenfalls eine kostenlose Eintrittskarte erhalten.
Heartship
Schauspiel von Caren Jeß
„Heartship“ von Caren Jeß ist ein sensibler, zorniger und lustiger Text über feministische Sichtweisen und Auswirkungen patriarchaler Strukturen. Das Stück untersucht, was Beziehungen zwischen Frauen jenseits von Freundinnenschaft und romantischer Liebe sein können und wie sich Wut in Aktionismus verwandeln lässt.
Sara und Ann lernen sich beim Aerobic kennen und könnten unterschiedlicher kaum sein. Die introvertierte Ann, die ihre Sorgen eher für sich behält, trifft auf die selbstbewusste, ungebundene Sara. Zwischen ihnen entsteht etwas, das Ann irgendwann zärtlich „Heartship“ nennt. Doch beide tragen Wut in sich: auf sich selbst, ihre Körper und vor allem auf Männer. Die Männer, die zu Tätern werden oder sich vor weiblicher Körperbehaarung ekeln. Während Anns Wut sich gegen sie selbst richtet, entlädt sich Saras jeden Monat in ihrer Spoken Word Performance vor einem Publikum in einer Kneipe namens „Heartship“. Getragen von ihrer Wut, aber auch Mut und Solidarität erheben die beiden Frauen gemeinsam die Stimme und segeln dem Patriarchat entschlossen davon.
Caren Jeß gewann mit „Die Katze Eleonore“ den Mülheimer Dramatik- und Publikumspreis und aktuell ist ihr Stück „To My Little Boy“ für den Mülheimer Dramatikpreis 2026 nominiert. Ihr Stück „Heartship“ ist seit der Uraufführung in Zürich im Januar 2025 bereits mehrfach nachgespielt worden. Sie zählt zu den derzeit erfolgreichsten zeitgenössischen Theaterautor*innen im deutschsprachigen Raum.
©Lena Bils
Lila Lieder Late Night
Eine musikalische Sehn-Suche
Von und mit Max Koltai
Klavier und Klarinette Amin Ebrahimi
Beim Bühnenprogramm der Demonstration gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation in Gießen im November 2025 interpretierte Max Koltai „Das lila Lied“ von Micha Spoliansky. Und so entstand die Idee eines Abends mit Liedern und Gedichten über Liebe, Rausch, Lust und Queerness. „An diesem Abend schicke ich eine liebes(sehn)süchtige Figur auf die Reise durch das Land der Liebe. Es geht um Sehnsucht, um Freiheit, um Kraft und um den Mut, sich immer wieder hinzugeben und der Liebe auszusetzen. Auch und besonders als queerer Mensch. ‚Durch tausend Wunder wandern‘, wie es im Titel gebenden ‚Lila Lied‘ heißt.“ sagt Max Koltai über die besondere Emotionalität dieses Abends.
Die Text- und Gedichtauswahl erstreckt sich von Friedrich Holländer bis Reinald Goetz, von Brecht bis Rosenstolz, von Jacques Brel bis Sandor Petöfi. Chansons und Balladen kommen genauso vor wie Songs. Max Koltais Mehrsprachigkeit – er spricht sieben Sprachen fließend – wird sich in dem Abend niederschlagen. Die meisten Lieder und Texte sind auf Deutsch wir hören aber auch Spanisch, Ungarisch, Französisch.
Zusammen mit dem aus dem Iran stammenden Komponisten, Dirigent und Solist für Klavier und Klarinette Amin Ebrahimi ist ein Abend entstanden, der Empfindsamkeit, Ekstase, Poesie und Derbheit kontrastreich zusammenfügt; der die Liebe feiert, die Freude und den Schmerz, vor allem aber die Freiheit, dem Herzen seinen Lauf zu lassen und der Sehn–Sucht unterschiedliche Stimmen zu geben.
©Jakob Boll
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