Rache

Maria de Rudenz

Dramma Tragico von Gaetano Donizetti
Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Stück „La nonne sanglante“ von Auguste Anicet-Bourgeois und Julien de Mallian
In italienischer Sprache
Mit deutschen und englischen Übertiteln

  • DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
  • Premiere 26. September 2026
  • Großes Haus

Du wolltest, dass ich unglücklich sei? Ich bin es – aber gerächt!

Maria de Rudenz wurde von ihrem eifersüchtigen Geliebten Corrado von Waldorf nach einem Mordversuch in den römischen Katakomben allein zurückgelassen. Sein Schuld- und Schamgefühl verdrängend sucht dieser nun sein Glück in der Verlobung mit Marias Cousine Mathilde von Wolf. Doch die totgeglaubte Maria erscheint, berstend vor Wut und Verlangen, gequält von Liebe und ungezügeltem Durst nach Vergeltung. Mit allen Mitteln will sie die Hochzeit und Corrados ersehntes Glück verhindern. Ein makabres Rachedrama, in dem nicht nur die Herzen bluten, nimmt seinen Lauf.
Die tragische Oper „Maria de Rudenz“ ist ein außergewöhnliches, selten aufgeführtes Werk: ein schwarz-romantisches Psychodrama, in dem die lyrischen Elemente des Belcanto genauso wenig fehlen, wie die emotionalen Extreme der an ihrer Passion leidenden Figuren. Die Ausgrabung unbekannter Werke bekannter Komponist*innen findet in dieser Oper ihre Fortsetzung.


Sun 25.10.2026
18:00 h - 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER GH


Sat 07.11.2026
19:30 h - 19:00 EINFÜHRUNG | FOYER GH | NACHGESPRÄCH im Anschluss a.d.V.


Sat 19.12.2026
19:30 h - 19:00 EINFÜHRUNG | FOYER GH


Thu 04.2.2027
19:30 h - 19:00 EINFÜHRUNG | FOYER GH

Musikalische Leitung Andreas Schüller
Regie & Kostüme Hinrich Horstkotte
Licht Konstantin Wassilewskij
Chorleitung Moritz Laurer
Dramaturgie Leonard Lampert

Mit

„[Regisseur] Horstkotte legt in seiner Personenführung dar, wie sich die Menschen in einer giftigen Atmosphäre des gegenseitigen Misstrauens ständig belauern, wie sie sich umkreisen und unablässig herumschleichen. Daraus ergibt sich ein belebender Rhythmus aus Bewegung und plötzlichem Innehalten. Und der Regisseur versteht sich auf Gruseleffekte, die dem Geschehen zum Ende hin einen schwarz-romantischen Anstrich verleihen und Schloss Rudenz zu einem Spukschloss werden lassen.“

Gießener Anzeiger

„Aug‘ und Ohr kommen voll auf ihre Kosten.“

Gießener Anzeiger

„Generalmusikdirektor Andreas Schüller lässt am Pult des Philharmonischen Orchesters Gießen die süffigen, schwelgerischen und zündenden Melodien aus dem Orchestergraben nur so strömen, dass die Herzen der Belcanto-Liebhaber aufgehen.“

Gießener Anzeiger

„Das sollte man sich nicht entgehen lassen."

hr2 Frühkritik

„Keine Koloratur ist ihr [Julia Araújo] zu schwer, und die Töne der Rache und wilden Leidenschaft kommen bei ihr mit der gleichen Intensität und emotionalen Hingabe hervor wie die lyrischen Sequenzen voller Empfindsamkeit, so wenn sie Corrado zärtlich flehend zurückgewinnen möchte. Blutverschmiert gibt sie in der Schlussarie noch einmal eine großartige, bewegende Vorstellung. Als ihr Gegenspieler meistert Dmitry Lavrov die für einen Bariton ziemlich hohe Partie mit Bravour. Der russische Gastsänger brilliert mit stimmlicher Ausdruckskraft, großer Beweglichkeit und einem kernigen Schmelz. Schon bei der ersten Arie offenbart sich, dass Donizetti dem Schurken die schönsten Lieder geschrieben hat. Was Koloraturen angeht, steht Annika Gerhards ihrer Kollegin Auraújo in punkto Virtuosität um nichts nach. Und als Darstellerin bietet sie die bezwingende Psychostudie einer Braut, die alles andere als glücklich ist, einer Braut, die sich nicht freuen kann, sondern zwischen Angst und innerer Aufgewühltheit zittert und dem Wahnsinn nahe scheint. Eleazar Rodriguez bringt als Enrico die lyrischen Qualitäten seines strahölenden Tenors zur Geltung, und Clarke Ruth lässt als stimmlich imposante, Ehrfucht gebietender Rambaldo seinen vollen Bass klingen. Chordirektor Moritz Laurer hat hier wieder ganze Arbeit geleistet, sodass der Chor bei seinen vielfältigen Aufgaben mit Stimmpracht glänzt.“

Gießener Anzeiger

„Julia Araújo brilliert in der schweren Titelpartie. Mit stimmlicher Kraft, glasklarer Höhe und energiegeladenen Spiel verleiht sie der betrogenen Maria furchteinflößende Präsenz. Ihr zur Seite steht der russische Bariton Dmitry Lavrov als Corrado. Er zeichnet das Psychogramm eines von Schuldkomplexen zerfressenen Täters stimmlich nuanciert, mit guter Höhe und ernster Schärfe. Diese Dreiecksbeziehung wird komplettiert durch Annika Gerhards als verletzliche Matilde, die in ihrer hellen Nonnenkluft den lichten Gegenpol zu den blutigen Rachegelüsten Marias bildet und diesen zum Opfer fällt. Tenor Eleazar Rodríguez überzeugt mit seinem Belcanto-Schmelz als eifersüchtiger in Mathilde verliebter Enrico. Bass Clarke Ruth gibt den treuen Rambaldo, während der junge Ferdinand Keller als seniler Amtsschreiber mit ZZ-Top-Bart einfach köstlich ist. Der von Moritz Laurer einstudierte Opernchor meistert seine schaurigen Kommentare mit Bravour.“

Gießener Allgemeine Zeitung

„Am Pult des hervorragend aufgelegten Philharmonischen Orchesters koordiniert Generalmusikdirektor Andreas Schüller den Abend mit gewohnt sicherer Hand. Er arbeitet die für Donizetti typischen lyrischen Bögen klug heraus und sorgt passgenau für die peitschenden Ausbrüche des Orchesters, die das Geschehen vorantreiben.“

Gießener Allgemeine Zeitung

„Das Regie-Team um Hinrich Horstkotte setzt die schaurig romantische Geschichte mit großartigen Bildern um.“

Online Musik Magazin

„Dmitry Lavrov meistert die Partie mit kraftvollem Bariton und bewegenden Tiefen. So lässt sich gut nachvollziehen, dass Matilde sich in ihn verliebt hat und Enrico, der sich ihr zu keiner Zeit offenbart, gar nicht wahrnimmt. Eleazar Rodríguez kann als Enrico direkt im Anschluss gemeinsam mit Lavrov den nächsten musikalischen Glanzpunkt präsentieren, ein großartiges Duett zwischen den beiden Männern, in dem Corrado von Matilde schwärmt und Enrico seine Enttäuschung kaum vor seinem Bruder verbergen kann. Rodríguez punktet mit strahlenden Höhen.“

Online Musik Magazin

„Mit Julia Araújo hat man in Gießen eine Interpretin, die dieser Partie mit jeder Faser gewachsen ist. Mit intensivem Spiel nimmt man ihr die schon krankhafte Liebe zu Corrado ab und spürt den Wahnsinn, der in dieser Figur schlummert. Was Araújo und Lavrov stimmlich und darstellerisch leisten, ist atemberaubend. Kann es dazu noch eine Steigerung geben? Ja, denn es kommt ja noch das große Finale. Hier dreht Araújo mit atemberaubenden Koloraturen noch einmal voll auf und rührt am Ende zu Tränen, wenn sie zu zerbrechlich angesetzten Piani stirbt.“

Online Musik Magazin

„Annika Gerhards setzt die Partie der Matilde mit weichem Sopran an und wird damit dem zarten Charakter der Figur gerecht.“

Online Musik Magazin

„Andreas Schüller holt mit dem Philharmonischen Orchester Gießen einen wunderbaren Klang aus dem Graben, der das Publikum in schaurig-schönem Belcanto baden lässt, so dass es für alle Beteiligten frenetischen Jubel am Ende gibt.“

Online Musik Magazin




Haus der Karten
Theaterkasse + Tickets im Dürerhaus
Kreuzplatz 6, 35390 Gießen

Infos und Karten
Tel.: 0641-7957 60/61
theaterkasse@stadttheater-giessen.de

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