Jakob der Lügner
Schauspiel nach dem Roman von Jurek Becker
Uraufführung der Bühnenbearbeitung von Christine Becker & Andy Murray
- Premiere 12. September 2026
- Großes Haus
Seit gestern sind die Zeiten nicht mehr normal, seit gestern ist morgen auch noch ein Tag.
Zufällig erfährt Jakob Heym, dass die ersehnte Befreiung des Ghettos, in dem er und die anderen gefangen sind, kurz bevorsteht. Damit man ihm glaubt, behauptet er im Besitz eines Radios zu sein. Ab diesem Moment wirkt jeder
Hauch einer Nachricht wie neues Lebenselixier und stiftet Hoffnung, sodass Jakobs Lügen zur einzigen Wahrheit werden, die das Leben retten können.
Jurek Beckers herzbeklemmender, uneitler und mit sanftem, lakonischem Humor geschriebener Roman „Jakob der Lügner", erschien 1969 als erster Teil seiner Holocaust- Trilogie und wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Nun haben Christine Becker und Andy Murray eine exklusive Bühnenfassung erarbeitet. Regisseur Thomas Krupa interessiert sich für die Überzeitlichkeit der Parabel, für die Verführungskraft der Lüge, ebenso wie die moralischen Grauzonen des Überlebens. Und für die große Kunst des Geschichtenerzählens in einer Zeit, in der Macht und Desinformation zweifelhaft eng beieinander liegen.
Fri 25.9.2026
19:30
- 22:30 h
- THEATERTAG
- 19:00 EINFÜHRUNG | FOYER GH
Sun 27.9.2026
18:00
- 21:00 h
- 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER GH
Sat 03.10.2026
18:00
- 21:00 h
- 17:30 EINFÜHRUNG
Sun 11.10.2026
16:00
- 19:00 h
- 15:30 EINFÜHRUNG
Fri 30.10.2026
19:30
- 22:30 h
- 19:00 EINFÜHRUNG
Sat 05.12.2026
19:30
- 22:30 h
- 19:00 EINFÜHRUNG
Sun 17.1.2027
18:00
- 21:00 h
- 17:30 EINFÜHRUNG
Mit
- Jakob Heym Levent Kelleli
- Kowalski Pascal Thomas
- Lina Dascha Ivanova
- Mischa/Preuß/Der Mantel Max Koltai
- Rosa Anna Huberta Präg
- Frankfurter/Prof. Kirschbaum/Rafael Roman Kurtz
- Herschel/Frau Frankfurter/Elisa Kirschbaum/Fajngold Izabella Radić
"Was also bringt die Lüge? Die Realität kann sie nicht ändern. Aber sie kann sie erträglich machen, zumindest für einen Moment. Wir entscheiden, ob wir sie wie Lina bis zum Ende glauben wollen oder uns die grausame Wahrheit einholt. Verdienter langanhaltender Applaus für die Darstellenden und das Team in Gießen."
„Krupa hatte für seine Inszenierung „poetische Bilder“ versprochen. Und das hält er ein. Die Szene, in der Jakob (Levent Kelleli) dem Waisenmädchen Lina (Dascha Ivanova) angebliche Radioübertragungen vorgaukelt, gehört definitiv dazu. Wenn er dem Kind in einem riesigen Teddykostüm steckend Geschichten erzählt oder Izabella Radić am Klavier mit dem Nico-Song „Frozen Warnings“ für Gänsehaut sorgt, gelingt es, die Zuschauer auch emotional zu packen. Krupa versteht eben sein Handwerk.“
Gießener Allgemeine Zeitung
„So wird zugleich ein System kenntlich gemacht, in dem die von der Außenwelt isolierten Menschen ganz allein sind mit der Frage, wie viel Hoffnung sie sich dank Jakob und seines Radios gestatten wollen. Was braucht der Mensch zum Leben?, fragt der mit sich ringende Titelheld wider Willen seinen Freund Kowalski. Viel ist es nicht, wie diese Inszenierung kenntlich macht. Es ist sogar erstaunlich wenig. Und manchmal reicht – wie im von Jakob selbst erdachten Radiomärchen – sogar schon eine Lüge, um die Hoffnung und damit das ein oder andere Leben zu retten.“
Gießener Anzeiger
„Regisseur Thomas Krupa trägt der besonderen Entstehungsgeschichte des Stoffs feinfühlig Rechnung. Seine Inszenierung verbindet die stark filmisch geprägten Szenen der Erzählung mit den magischen Ausdrucksmitteln des Theaters und findet für die ungewöhnlichen Erzählperspektiven im Roman eine überzeugende Bühnenfassung.“
Gießener Allgemeine Zeitung
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