Erinnerung

Dumme Jahre

Schauspiel von Thomas Freyer

  • Premiere 12. December 2025
  • Großes Haus

Machen wir wirklich das Beste aus allem? Die Zeit rast. Wir tun und machen. Ein halbes Leben fliegt vorbei. Aber. Ist es das Beste?

Regine lebt mit ihrem Mann Wolfgang und den Kindern in einer Kleinstadt in der DDR. Sie lieben sich, sie halten zusammen und finden auch nach kurzer Trennung wieder zueinander, trotz unterschiedlicher Haltungen zum Sozialismus. Das Jahr 1990 bringt für Wolfgang die lang ersehnte Freiheit, während sich Regine völlig neu orientieren muss. Wie soll ein Neuanfang aussehen, wenn alles Gewohnte und Alltägliche plötzlich wegbricht und für ungültig erklärt wird? Ihre Vergangenheit scheint sich aufzulösen, die Zeit rast, ein halbes Leben fliegt vorbei. Und als Wolfgang an Demenz erkrankt, fragt sich Regine: Haben wir wirklich das Beste aus allem gemacht? Thomas Freyer erzählt die Geschichte einer Frau, mit deren persönlichem Alltag sich fast beiläufig historische Umwälzungen verknüpfen.
Nach „Der Staat gegen Fritz Bauer“ und „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ beschäftigt sich Regisseurin Jenke Nordalm mit einem weiteren Stück Zeitgeschichte und dessen Auswirkungen auf unsere Gegenwart.

Dauer: 2 Stunden 20 Minuten inkl. einer Pause


Regine lebt mit ihrem Mann Wolfgang und Kindern in einer kleinen Stadt in der DDR. Es ist die Zeit, als Deutschland noch geteilt war, in zwei Staaten.
Die Familie hält zusammen und hat sich sehr lieb. Auch wenn sie manchmal anderer Meinung über den Sozialismus sind.

Im Jahr 1990 werden die zwei deutschen Staaten wieder vereint. Damit verändert sich auch alles für die Menschen. Für Wolfgang bedeutet das neue Leben Freiheit. Für Regine ist es eine große Unsicherheit. Ihr Alltag, ihre Arbeit, ihre Erinnerungen – vieles verliert seinen Sinn. Regine muss neu anfangen. Dann wird Wolfgang krank und bekommt Demenz. Er vergisst plötzlich Vieles. Regine fragt sich deshalb: Haben wir wirklich das Beste aus allem gemacht?

Der Autor Thomas Freyer erzählt in diesem Stück die Geschichte einer Frau. Es geht darum, wie ihr Leben verbunden ist mit den großen Veränderungen der deutschen Geschichte. Regine wird von drei Schauspielerinnen gespielt. Sie stehen für die unterschiedlichen Lebensabschnitte.

Dauer: 2 Stunden und 2 Minuten, mit einer Pause

Sun 11.1.2026
16:00 - 18:20 h - Einführung um 15:30 Uhr | Foyer Großes Haus


Fri 16.1.2026
19:30 - 21:50 h - Einführung um 19 Uhr | Foyer Großes Haus


Fri 23.1.2026
19:30 - 21:50 h - Einführung um 19 Uhr | Foyer Großes Haus


Fri 13.3.2026
19:30 - 21:50 h - Einführung um 19 Uhr | Foyer Großes Haus

Bühne & Kostüm Hannah Landes
Licht Jan Moritz-Bregenzer
Dramaturgie Tim Kahn
Regieassistenz und Abendspielleitung Sophie Löbermann
Ausstattungsassistenz Andrea Nagy
Inspizienz Matthias Gers, Sorin Mogos
Soufflage Eva-Maria Höckendorff

Mit

Regisseurin Jenke Nordalm erzählt nicht chronologisch, sondern springt ständig zwischen den Jahren und Erzählebenen hin und her. Und genau das macht den besonderen Reiz dieser Inszenierung aus. […] Die so entstehende Verdichtung der Handlung bringt dem Publikum diese Frau und ihr Leben ungemein nah.

Gießener Anzeiger

Die Positionierung des Kammerspiels auf der Großen Bühne, noch dazu als erste Inszenierung an einem westdeutschen Theater – allein das ist schon als Statement zu verstehen. Und weil mit Jenke Nordalm eine Frau Regie führt, die an gleicher Stelle bereits mit „Der Staat gegen Fritz Bauer“ oder Kästners „Fabian“ gezeigt hat, dass sie zeitgeschichtliche Stoffe mit Elan und ohne jeden Belehrungs-Impetus umsetzen kann, gelingt der Coup in großen Teilen hervorragend.

Gießener Allgemeine Zeitung




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