Demokratie

TALK3000

Schauspiel von Redjep Hajder
Mit Live-Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache

  • URAUFFÜHRUNG
  • Premiere 19. September 2026
  • Kleines Haus

Die größte Bedrohung kommt nicht von den Rändern, sondern von der angepassten, geltungsbedürftigen Mitte.

Deutschland 2026: Bundeskanzler Cäsar liebäugelt mit Stimmen der AfD zu regieren, während die Medienwelt nach Klicks giert. Inspiriert von Shakespeares „Julius Cäsar“ begibt sich „TALK3000“ in die Welt von Social Media und Fake News. Talkmaster Brutus und Aktivist Cassius verstricken sich in einem gefährlichen Spiel zwischen politischem Idealismus und dem Hunger nach Quoten. In Debatten über strukturellen Rassismus und dem Zerfall der Demokratie steuert alles auf den ultimativen Verrat zu: den Tyrannenmord live vor laufender Kamera. Hat eine Talkshow die Macht, die Demokratie eines Landes zu retten oder zu zerstören?
Redjep Hajder inszeniert seinen eigenen Text und zeigt damit nach dem Gastspiel „Nach uns die Angst“ bei den Hessischen Theatertagen 2024 erneut seine Arbeit am Stadttheater Gießen.

Eine Koproduktion mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hessischen Theaterakademie.


„TALK3000“ spielt in Deutschland im Jahr 2026. Aber in dem Theaterstück ist alles ein bisschen anders als in der Realität.

Der Bundeskanzler heißt Julius Cäsar. Er will mit Stimmen der AfD regieren. Darüber wird in der Talkshow „TALK3000“ gesprochen.

Brutus ist der Moderator von „TALK3000“ und arbeitet mit Regisseur Cassius zusammen. In der Talkshow sprechen sie über Rassismus und den Zerfall der Demokratie.

Brutus und Cassius wollen viele Zuschauerinnen und Zuschauer und Klicks auf Social Media. Aber ihnen ist manchmal egal, wie sie das schaffen. Am Ende wird jemand vor laufender Kamera ermordet.

Das Stück fragt:
Kann eine Talkshow helfen, die Demokratie zu retten?
Oder kann eine Talkshow die Demokratie zerstören?

Das Stück nimmt Ideen aus dem Theaterstück „Julius Cäsar“ von Shakespeare.

Redjep Hajder hat das Stück „TALK3000“ geschrieben und Regie geführt. Er hat schon bei den Hessischen Theatertagen 2024 ein anderes Stück am Stadttheater Gießen gezeigt.

Das Theaterstück ist eine Zusammenarbeit von:

  • Stadttheater Gießen
  • Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
  • Hessische Theaterakademie

Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, ohne Pause

In diesem Stück gibt es Szenen, die für manche Menschen belastend sein können. Diese werden weiter unten bei „Hinweis auf sensible Inhalte und Barrierearmut“ genauer beschrieben.

Sa. 10.10.2026
20:00 - 21:30 Uhr - 19:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH


Fr. 16.10.2026
20:00 - 21:30 Uhr - 19:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH


So. 01.11.2026
18:00 - 19:30 Uhr - 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH

Bühne & Kostüme Konrad Walkow
Sounddesign Johannes Brömmel
Kampfchoreographie Atef Vogel
Dramaturgie Lena Plumpe
Ausstattungsassistenz Eliana Beltrán Palacio
Regieassistenz und Abendspielleitung Sophie Löbermann

Mit

Dann zieht Hajder alle Register, führt satirisch überspitzt vor, wie man viral geht, sich Klicks im Netz um jeden Preis sichert. […] Dem Autor gelingt es, in „TALK3000“ nahezu alle Themen anzureißen, die im Moment die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bewegen. Ob Rentenreform, Abschiebung, Rassismus oder Steuersenkung – kein Reizwort wird ausgespart. […] Das brandaktuelle Schauspiel wird gewiss polarisieren. 

Gießener Allgemeine Zeitung

Im Hier und Jetzt ist die 90-minütige Inszenierung vor allem eins: keineswegs langweilig. Dafür sorgt schon das gut disponierte, fünfköpfige Ensemble. Allen voran Nils Eric Müller, der den Wandel vom überheblichen Redner zum verzweifelten Täter Brutus glaubhaft vollziet. Adäquater Partner ist ihm Ali Aykar als listiger Cassius, der in diesem Intrigenspiel immer wieder seine Karten geschickt zieht. Anne-Elise Minetti vermag als Vizekanzlerin Maria Antonius blitzschnell umzuschalten und ist sich für eine Prügelei mit der AfD-Politikerin Johanna Klöpper nicht zu schade – zweifellos der einprägsamste Auftritt von Nina Plagens, die auch noch die emsige Regieassistentin spielt. Cäsar schließlich wird von Constantin Keller verkörpert. Verschmitzt lächelnd und oft kopfschüttelnd schweigend gelingt ihm eine Karikatur von Kanzler.

Gießener Allgemeine Zeitung

Besonders gefällt, wie souverän Nils Eric Müller die Spontaneität und Blasiertheit des Moderators trifft und wie Anne-Elise Minetti die exaltierte Art der Vizekanzlerin vermittelt.

Gießener Anzeiger

In der Vorstellung von TALK3000 kommt Kunstblut zum Einsatz, es wird Gewalt dargestellt und es fallen rassistische Beleidigungen. Teilweise wird sehr laute Musik abgespielt und flackernde Lichter kommen zum Einsatz. Wenn Sie zu bestimmten Aspekten vor Ihrem Besuch Informationen benötigen, melden Sie sich gerne bei der für diese Inszenierung zuständigen Dramaturgin Lena Plumpe.

Alle Vorstellungen werden live in DGS gedolmetscht. Für diejenigen, die die Verdolmetschung in Anspruch nehmen möchten, gibt es einen Voreinlass ca. 5–10 Minuten vor Beginn.




Haus der Karten
Theaterkasse + Tickets im Dürerhaus
Kreuzplatz 6, 35390 Gießen

Infos und Karten
Tel.: 0641-7957 60/61
theaterkasse@stadttheater-giessen.de

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