Feuerwerkskörper
Tanzstück von Raimonda Gudavičiūtė
- WIEDERAUFNAHME 05. SEPTEMBER 2026
- Kleines Haus
- Ab 10 Jahren
Manchmal ist Gewitter im Kopf und im Körper. Dann leuchten Gefühle durcheinander. Dann springt Energie vom Bein in die Schulter. In dem Durcheinander erkennen wir uns selbst kaum wieder. Und manchmal gibt es die Geistesblitze: Wenn wir etwas lernen und Neues entdecken. Dann verstehen wir, was wir alles sein können: vielseitig und voller Farben. Wie ein Feuerwerk. Schön, laut und manchmal ein bisschen gefährlich.
Das Tanzstück „Feuerwerkskörper“ erforscht, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir fühlen, lernen oder die Kontrolle verlieren. Ist es wirklich so viel anders in den Köpfen von 10- und 100-Jährigen? Knisternde Synapsen und brodelnde Körper erzählen eine Geschichte über Freiheit, Verbindungen und wie einzigartig wir alle sind.
Dauer: ca. 55 Minuten
Sometimes there is a storm in our mind and our body. Our emotions glow in a jumble. Energy jumps from the legs to the shoulders. In the midst of this chaos, we hardly recognise ourselves. And sometimes there are flashes of inspiration: when we learn and discover something new. Then we begin to understand all that we can be: versatile and full of colour. Like fireworks. Beautiful, loud, and sometimes a little dangerous.
The dance piece ‘Feuerwerkskörper’ explores what happens in our brains when we feel, learn, or lose control. Is it really that different in the minds of a 10-year-old and a 100-year-old? Crackling synapses and pulsing bodies tell a story of freedom, connections, and just how unique we all are.
Duration: approx. 55 minute
Was passiert in unserem Kopf, wenn wir erwachsen werden? Manchmal fühlt es sich nämlich so an, als gäbe es ein Gewitter im Körper. Dann leuchten Gefühle durcheinander. Dann springt Energie vom Bein in die Schulter. Am schlimmsten ist es, wenn man still sitzen muss, obwohl es gerade eigentlich nicht geht. In dem Durcheinander erkennen wir uns selbst kaum wieder. Wäre es da nicht gut, wenn es eine Anleitung gäbe? Eine Anleitung, damit wir uns und andere besser verstehen? Aber manchmal ist das Feuerwerk in uns auch wunderschön. Dann verstehen wir, was wir alles sein können: vielseitig und bunt. Drei Tänzer schaffen Momente, die davon erzählen, dass wir alle einzigartig sind und trotzdem miteinander verbunden sein können.
Das Tanz-Stück ist ohne Sprache.
Hinweis: Wenn wir über Menschen schreiben, nutzen wir die männliche Form. Das ist einfacher zu lesen. Aber wir meinen damit immer alle Menschen. Wir schreiben zum Beispiel „Tänzer“. Und wir meinen damit alle Menschen auf der Bühne, die tanzen.
Mit
- Pin-Chen Hsu, Alexandre Nodari, Sam Yuen
- Springer*in Maja Mirek, Jeff Pham
"Das Tanztrio bewegt sich dabei ungemein geschmeidig über die Bühne. Sprünge, Rollen, Drehungen und synchrone Schrittfolgen wechseln sich auf elegante Weise miteinander ab. Auch artistische Elemente gehören dazu. Allein dieser Bewegungskunst des Gießener Trios zuzuschauen, macht enormen Spaß.
[…]
Dabei wird auch immer wieder das Publikum von ihren auffordernden Blicken und Gesten animiert und einbezogen. Seilenden müssen gehalten und bewegt, der Bühnenraum überspannt werden. So entsteht schließlich ein spielerisch gestaltetes, vermeintliches Chaos aus Bewegung, Farbe und sich kreuzenden Seilen, die von den elektronischen Rhythmen des Musikers Valerio Camporini Faggionie befeuert werden. Zugleich entsteht dabei ein wunderbares Bild, in dem alles mit allem und allen verbunden wird. In diesem Moment feiern die Neuronen in diesem Bühnenhirn offenbar eine ausgelassene Party. So bleibt nach einer Stunde Spielzeit festzuhalten: Raimonda Gudavičiūtės „Feuerwerkskörper“ zünden prächtig.“
Gießener Anzeiger
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