Das Echo des Wassers

In der diesjährigen Choroegrafischen Werkstatt „Echos“ erarbeiteten vier Tänzer*innen des Ensembles eigene Stücke, die als gemeinsamer Abend gezeigt werden. Diesmal nehmen sich zwei Duette das Phänomen des Echos zum Ausgangspunkt, um über Gemeinschaft, Erinnerung und Resonanz nachzudenken. Die Dramaturgin Caroline Rohmer hat mit den Teams über ihre Stücke gesprochen.

Auf den ersten Blick wirken die beiden Duette dieses Doppelabends komplett unterschiedlich: Magdalena Stoyanova und Borys Jaźnicki widmen sich in ihrem Stück „Echoes of Solitude“ einer Paarbeziehung. In zarten Bildern und Gesten werden dabei behutsam die Themen Verlust und Trauer freigelegt. Emma Jane Howley und Rose Marie Lindstrøm dagegen widmen sich mit sichtbar physischer Verausgabung der Komplizinnenschaft von Frauen, jenseits von Verwandtschaft und über Generationen hinweg. Neben dem Echo durchzieht noch ein anderes künstlerisches Motiv beide Arbeiten.

Echoes of Solitude

Mit „Echoes of Solitude“ (dt.: Echos der Einsamkeit) beginnt der Doppelabend in zarter Ernsthaftigkeit. Hinter der Einsamkeit, die der Titel verkündet, verbirgt sich die Sehnsucht nach einer Liebe, die die Zeit überdauert. Ohne großes Drama, wie Magdalena sagt, sehen wir eine Frau und einen Mann zunächst in alltäglichen Gesten einer Morgenroutine nebeneinander: im Bett wälzen, Kaffee kochen, am Tisch sitzen, duschen. Ein Paar, dass schon lange zusammenlebt. Darin entfaltet sich eine fragile Atmosphäre der Normalität, die bewusst offen bleibt. Nie schauen sich die beiden Performenden direkt an, immer geht der Blick aneinander vorbei. Handlungen scheinen sich zu ergänzen, dann parallel zu verlaufen. Ignorieren sich die beiden? Sehen sie einander nicht (mehr) – auf metaphorischer Ebene? Oder befinden sich beide gar in parallelen Wirklichkeiten? 

Foto: Maja Mirek

Foto: Maja Mirek

Inspiration für diesen Abend über eine Paarbeziehung fanden Borys und Magdalena zunächst in Tadeusz Różewicz’ Stück „Die Zeugen oder Unsere kleine Stabilisierung“ – einem der berühmtesten Arbeiten polnischer Nachkriegsliteratur – und in Agnieszka Osieckas melancholischen Lied „Ach Panie, Panowie“ (dt.: Ach, meine Damen und Herren). Das Theaterstück, erklärt Borys, sei sehr abstrakt. Es gehe um ein Paar, dass sich ewig kennt, aber im Laufe des Stücks deuten absurde und seltsame Szenen darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Als sei das, was man sehe, eigentlich innerlich verfault.

Auch in Agnieszka Osieckas Lied gehe es um das Ende einer Paarbeziehung. Beide liebten sich vielleicht noch, aber sie sehen ein, dass sie sich auseinandergelebt haben. Am Anfang hätten Borys und Magdalena darüber nachgedacht, wie dieser Moment gezeigt werden könne, wenn in einer langjährigen Liebesbeziehung beiden klar wird, dass sich bereits eine unüberwindbare Leere ausgebreitet hat, während sie noch in enger Routine miteinander leben.

„Aber dann sind wir in unserer Recherche und Entwicklung weitergegangen“, so Borys, „und in diese Leere und Trauer um den Verlust der Beziehung schlich sich die Idee, dass vielleicht eine(r) von beiden tot ist.“ Die beiden Choreograf*innen und Performenden in Personalunion stellen diese Ebene als Interpretationsmöglichkeit zur Verfügung. Richtig eindeutig werden möchten Sie jedoch nicht, vielmehr mögen sie den Spielraum für das Publikum, eigene Geschichten in das Stück hineinzulesen. Ist der Tod hier nur eine Metapher für den Verlust der Beziehung? Geht es um eine große Liebe – wie es das erste Bild das Abends anzudeuten vermag –, die tatsächlich durch den Tod gewaltsam getrennt wurde? Oder bringt der Verlust überhaupt erst in der Rückschau all die Details hervor, die zuvor im Alltag noch vorbeigerauscht waren? Situationen, die die überlebende Person nun bereuen, weil sie sie nicht mehr ändern können, oder vermeintlich unbedeutende Momente, die plötzlich kostbar erscheinen?

„Erst gestern lustigerweise“, erinnert sich Borys im Gespräch, „hat mich beim Zubereiten des Essens der Geruch der Eier an meinen Vater denken lassen. Ich sah plötzlich, wie er am See stand und Frühstück machte. Doch diese Erinnerung zerbrach sofort wieder, weil mein Vater nicht mehr da ist. So wie Erinnerungen plötzlich auftauchen und verschwinden, entstehen in diesem Stück Szenen als Erinnerungen.“ Inmitten der Alltagsroutine in der Küche scheint Magdalena plötzlich am Strand zu stehen und zu surfen. „Es ist meine Erinnerung an sie“, so Borys, „und wenn ich versuche, mich ihr diesem Moment anzuschließen, verschwindet das Meer und stattdessen laufe ich wie auf einer Eisscholle.“

Das minimalistische Bühnenbild von Ausstatterin Eliana Beltrán Palacio hat es dabei in sich. Wie aus Beton oder Stein wirken die grauen Schaumstoffplatten, die in verschiedenen Größen und Festigkeiten zunächst einen Küchenblock im Industrial-Look bilden. Doch inmitten der Alltäglichkeit werden die Platten plötzlich eingerissen und über das Stück hinweg in unterschiedlichen Kombinationen neu aufgebaut. So bilden sich andere Räume und Landschaften, in die die beiden Figuren als Erinnerung oder Sehnsuchtsort ausbrechen. Ein großer Teil der Bewegungsforschung bestand für Magdalena und Borys darin, herauszufinden, wie sich die verschiedenen Schaumstoffe verhalten, wie sie nachgeben oder widerständig sind; wie das Publikum darüber überrascht wird. So ergeben sich auch humorvolle Momente, wenn Bewegungen einsinken, abgefälscht oder umgeleitet werden. Eine Treppe wird aufgebaut, führt in ein angedeutetes Außen hinter der Rückwand, aus dem es zart aber verheißungsvoll blau herausstrahlt. Sie wird zum Lebensmotiv: um zu entkommen oder etwas entgegenzugehen.

Auch Patrick Schimanskis vielschichtige Soundspuren, die während der Performance auf mehreren Kanälen parallel ablaufen, arbeiten zunächst mit alltäglichen Geräuschen – von der elektrischen Zahnbürste bis zum Kaffeevollautomaten –, die dann plötzlich abgelöst werden von Naturtönen, und damit surreale Verschiebungen herbeiführen. „Als wir über die Routinen nachdachten, war eines der ersten Dinge das Duschen“, rekapituliert Magdalena. So war das Motiv des Wassers gesetzt, das sich im Sound durch allerlei Zustände hörbar macht: unter anderem als Regen, Wellen, Eis und Schnee. So wie es die Aggregatzustände wechselt, führt es in unterschiedliche Atmosphären. „Und dann sind wir sogar unter Wasser und hören den Gesang von Walen. Es ist ein bisschen so, als würden die beiden Figuren versuchen zu kommunizieren, aber in verschiedenen Sprachen“, sagt Borys lächelnd. Für das Publikum liegt darin die ganze zärtliche Tragik, denn wir sehen beide Figuren, wie sie – auf der Suche nacheinander – scheinbar nur auf ihr eigenes Echo stoßen, oder den Auslöser der Ringwellen auf dem Wasser nicht zu deuten vermögen.

Wasser wird in „Echoes of Solitude“ zum Medium der Erinnerung: fließend, veränderlich, nicht festzuhalten. Fast bis zum Schluss fest an ihrem Ort, wie eine Installation, bleibt dagegen eine vertrocknete Topfpflanze. Egal in welchen Variationen das Wasser floss und fließt – es bleibt nur ein Geräusch, und erreicht die Realität des Topfes nicht mehr. Je nachdem, wo man als Zuschauer*in sitzt, gerät sie immer wieder großzügig aus dem Aufmerksamkeitsfeld, bis sie plötzlich wieder als Symbol des Memento mori hervortritt. Dieses Requisit hatten Borys und Magdalena von Beginn an im Sinn. In ihm spiegelt sich ein zärtliches Festhalten am Vergangenen, oder auch die unerwartete Beiläufigkeit des Todes.

Foto: Maja Mirek

Foto: Maja Mirek

Aus Magdalenas Sicht ist es der Geist, der den anderen im Weiterleben begleitet: „Ich bin immer noch da, ich weiß, dass er mich nicht sehen kann, aber ich nehme ihn wahr. Ich kann ihn offensichtlich nicht erreichen, auch wenn ich es versuche. Und so begleite ich ihn weiterhin in den alltäglichen Dingen, auch wenn wir nicht mehr in einer Realität zusammenkommen. Alle unsere Bewegungen und Szenen verlaufen parallel, und Parallelen kreuzen sich nicht.“ Vielleicht nur in der Unendlichkeit … „Ich denke, die Tatsache, dass am Ende keiner von uns beiden den Raum verlässt, sondern sie beieinander bleiben, spricht für sich“, überlegt Magdalena. „Wir schauen nicht in dieselbe Richtung, aber wir halten uns gegenseitig.“

„Ich wollte das Wort „Solitude“ (dt.: Einsamkeit, Abgeschiedenheit) unbedingt im Titel haben. Je älter ich werde, desto mehr stelle ich fest, dass Einsamkeit etwas sehr Alltägliches ist“, resümiert Borys. „Menschen sind oft mit ihren Gedanken und Problemen allein.“ Bei aller Ernsthaftigkeit und Traurigkeit geht es dabei immer auch um Hoffnung. Die müsse man in sich selbst finden. „Das ist für mich die Antwort dieses Stückes auf die Frage, wie man mit Einsamkeit umgeht.“ Magdalena fügt hinzu: „Und manchmal sieht man in diesen Momenten nicht, dass da noch jemand neben dir ist.“

In der Woche nach der Premiere begegnete mir ein Gedicht von Isaiah Quinn, das mich an das Anfangsbild von „Echoes of Solitude“ denken ließ, wenn beide Körper wie verwitterte Steine in Ewigkeit eng umschlungen sind.

when we die
plant us close
so life grows
from our love still.

even in death
my chest will
bloom for you.

Isaiah Quinn: “Day 350” from “Yours Truly,”, Pencil X Paper Publishing, 2026. (wenn wir sterben / begrabe uns nahe beieinander / damit aus unserer Liebe / weiterhin Leben erwächst. selbst im Tod / wird meine Brust / für dich erblühen.)

Ode

Das zweite Duett der Choreografischen Werkstatt ist „Ode“ von Emma Jane Howley und Rose Marie Lindstrøm. In diesem Stück werden die Haare zum choreografischen Mittel, um die Verbundenheit zwischen Frauen über Generationen hinweg zu zelebrieren. Entstanden ist die Arbeit aus langjähriger Recherche, in der die beiden Tänzerinnen ihr Interesse an historischen Frauenfiguren, Körperpolitiken, Ritualen und Spiritualität vereinen konnten. Emma erinnert sich an den Moment, als ihr bei einer Gasttrainerin von TANZ GIEßEN am eigenen Leib klar wurde, dass Haare nicht bloß Schmuck oder Beiwerk sind, sondern Bestandteil einer Choreografie sein können. „Vom Ballett kommend war ich es gewohnt, dass das Haar immer zurückgenommen und gezähmt ist, so dass man sich nur auf den puren Körper fokussieren kann. Aber die Haare sind Teil des Körpers! Und ich hatte diesen AhaMoment und spürte plötzlich so viel Freiheit. Ich liebe seitdem das Gefühl, die Haare offen zu tragen und dadurch meinen Zustand zu beeinflussen.“

Foto: Maja Mirek

Foto: Maja Mirek

Auch Rose Marie beschäftigt sich seit Jahren choreografisch mit Haaren. „Es kann so viele Bedeutungen haben, je nachdem, wie man es einsetzt.“ Sie erinnert sich, wie sie in Constantin Hochkeppels erstem Stück in Gießen ein Solo entwickelte, in dem sie ihre Haare zum Schwingen brachte: „Unter dem Thema ‚alles ist zu viel / ich bin überwältigt‘ habe ich mit Headbanging experimentiert und ich fand diese sich wiederholenden Bewegungen mit den Haaren interessant.“ Sie wurden zu Peitschen, die durch die Luft schnitten. In ihrer Soloarbeit „Traces of a Body“ in der KUNSTHALLE GIESSEN wurden die Haare dagegen zu weichen, zeichnenden Pinseln, die Spuren auf Papier hinterließen. „Für ‚Ode‘ wollten wir Haare nicht nur als Erweiterung des eigenen Körpers tänzerisch untersuchen, sondern auch als Verbindung zwischen mehreren Körpern. Es geht um die gegenseitige Verwicklung in Form von geflochtenen Haaren.“

„Ode“ sei nicht nur eine Hommage an die eigene Freundschaft, die durch die gemeinsame Arbeit in Gießen gewachsen ist, sondern auch eine Verbindung zu Frauen vergangener und sogar zukünftiger Generationen, ihren Erfahrungen, Verletzungen und ihrer Stärke. Diese manifestieren sich beispielhaft im Umgang mit den eigenen Haaren und den Haaren der Töchter. „Haare werden und wurden bedeckt, gezähmt, gelten als verführerisch oder sündig. Sie stehen dafür, wie sich eine Frau zeigen soll und darf“, so Emma. In diesem Sinne sind Haare als choreografisches Mittel immer auch politisch. Rose Marie ergänzt: „Es geht nicht nur um die femininen, langen, schönen Haare, die frei sein dürfen. In unserem Stück geht es auch um das Hässliche, Monströse.“ Haare, die als abstoßend oder ungepflegt gelten, werden zum Marker für hysterische Frauen, und stark behaarte Körper als entmenschlicht stigmatisiert.

Für Rose Marie ist das eine Brücke zu einem anderen Thema, das sie schon lange beschäftigt: die Frau als Hexe. Was kann das alles bedeuten, nicht nur als historische Verleumdung, sondern auch als empowernde Selbstzuschreibung? Die dänische Tänzerin beschäftigt sich mit nordischer Mythologie, der choreografischen Bedeutung von Hexenringen sowie mit Haarpraktiken in spirituellen Kontexten. Emma beschreibt ergänzend, dass lange Haare auch für die Erweiterung der Reizempfindlichkeit und des Einfühlungsvermögens stehen: „In manchen Kulturen gelten sie als Antennen, die die Intuition stärken.“ Sie seien zudem Archive, so Rose Marie. In „Ode“ schaffen die Haare dabei eine Verbindung nicht nur zu eigenen Erfahrungen und Erinnerungen, sondern auch zu den Körperarchiven und Gedächtnissen anderer Frauen. Es gehe um Frauen, die nicht in die Geschichtsschreibung eingingen, weil sie sich nicht in ihrer Gesellschaft behaupten konnten; Menschen, die verfolgt wurden und den Hexenprozessen zum Opfer fielen; aber auch um Frauen, die unter dem schützenden Mantel der Religion einflussreiche Schriften und Musik veröffentlichten konnten, wie beispielsweise die Mystikerin Hildegard von Bingen, die im 12. Jahrhundert öffentlichtkeitswirksam arbeitete.

Die Musik von „Ode“, komponiert von Alto Aria, wurde jedenfalls durch die ätherische Atmosphäre in von Bingens Chören inspiriert, aber auch von zeitgenössischen Künstler*innen wie Meredith Monk. In dem Zusammenspiel mit elektronischen Klängen verbinden sich Vergangenheit und Zukunft. „Am Anfang des Stücks, wenn wir beide eng miteinander über die Haare und unsere Körper verbunden sind, sehe ich uns als eine Art Avatar, eine futuristische Kreatur“, reflektiert Rose Marie.

Foto: Maja Mirek

Foto: Maja Mirek

Die beiden bewegen sich dabei auf einer runden Plattform, auf der Videoprojektionen von Sasha Schewelew zu sehen sind. Es zeigt Wasserströme, die sich wie Berge auftürmen, und die Plattform wie einen anderen Planeten erscheinen lassen. „Es kann einen Brunnen symbolisieren oder einen Ozean“, erklärt Rose Marie. „Es ist ein Spiegel des Unbewussten und Unbekannten.“ Sie spricht über den Einfluss von Autor*innen wie Audre Lorde, die darüber schrieb, im Unbekannten zu leben. „Der ursprüngliche Titel des Stücks war eigentlich auch ‚Flow trough you‘“, erinnert Emma. „Es ging uns von Anfang an um eine kontinuierliche Bewegung als Strömung, aber auch um das Abschütteln, Loslassen von Dingen, die Transformation, die Reinigungssymbolik des Wassers. Und auch das Wasser speichert ja Energie und soll Erinnerungen archivieren.“

Die Verbindung der Haare wird im Laufe des Stücks getrennt, beide Tänzerinnen scheinen zunächst eigene Wege zu gehen, während die andere dabei wie eine schützende Komplizin in ihrer Nähe bleibt. Schließlich beginnen beide Körper gemeinsam zu schwingen, und in einem stetigen Echo die Bewegung durch den Raum fließen zu lassen. Und wir verstehen, dass die Verbindung nie gekappt war, sondern dass sie sich ausdehnt mit dem Anspruch, Raum und Zeit zu überbrücken.

Ich denke an das Gedicht „Recreation“ (Neuschöpfung) von Audre Lorde, in dem sie darüber schreibt, wie Erfüllung, Liebe, Kreativität aus Akten des Schenkens und Teilens hervorgehen; als Prozesse stetiger Verwandlung, fließend, und ohne den Versuch, den anderen festhalten.

[…] but as your body moves
under my hands
charged and waiting
we cut the leash
you create me against your thighs
hilly with images
moving through our word countries
my body
writes into your flesh
the poem
you make of me.

Touching you I catch midnight
as moon fires set in my throat
I love you flesh into blossom
I made you
and take you made
into me.

Audre Lorde, “Recreation” from “The Collected Poems of Audre Lorde”. W. W. Norton and Company Inc., 1997. (Doch während dein Körper / sich unter meinen Händen bewegt / geladen und erwartend / streifen wir die Fessel ab / Du erschaffst mich an deinen Schenkeln / Hügel aus Bildern / und wir wandern durch die Länder unserer Worte / mein Körper / schreibt in dein Fleisch / das Gedicht / das du aus mir werden lässt./ Wenn ich dich berühre, fange ich die Mitternacht ein / während Mondfeuer in meiner Kehle lodern / ich liebe dein Fleisch zur Blüte / ich habe dich hervorgebracht / und nehme dich, wie du bist / in mich auf.)

In immer schnelleren Drehbewegungen durchqueren Emma und Rose Marie in „Ode“ die Tanzfläche, um die das Publikum sitzt. Für Emma und Rose Marie verweist die Katharsis am Ende des Stücks auf die Zukunft, die vor ihnen und uns liege: „Wir steigern die Energie im Raum, wir teilen sie mit dem Publikum, bis das Licht ausgeht und man vor allem unseren Atem wie ein Echo hört. Darin liegt etwas Endloses, ein fortwährender Prozess. Wie ein Ritual, das wie darbieten, und das weitergeführt werden kann.“


Die Choreografische Werkstatt „Echos“ hat in der Spielzeit 26/27 eine Wiederaufnahme am 31. Oktober!


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