Gelbes Gold
Schauspiel von Fabienne Dür
- Wiederaufnahme am 9. Mai 2026
- Kleines Haus
Es ist die Passivität, die das Gefühl abstumpft.
Susan Sontag
Beim Heidelberger Stückemarkt 2025 wurde unsere Inszenierung von „Gelbes Gold“ von Malin Lamparter mit dem Nachspielpreis ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt bereits uraufgeführte Texte und damit gleichzeitig die Theater, die neue Dramatik nachhaltig fördern. Jetzt ist „Gelbes Gold“ eingeladen zu den Autor:innenTheaterTagen 2026 am Deutschen Theater Berlin. Zuvor stehen wenige Vorstellung auch auf dem Gießener Programm.
Kurz vor ihrem Abschluss in der Großstadt kommt Ana zurück in ihren Heimatort. Hier ist ihr Vater Fritz auf der Suche nach dem perfekten Pommes-Rezept. Partnerin Mimi zeigt für seine Suche wenig Verständnis. Auch Anas Freundin Juli, die nie rausgekommen ist, hat sich für sich etwas Anderes erhofft.
Dauer: 1 Stunde und 40 Minuten, keine Pause
Eine Koproduktion mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und der Hessischen Theaterakademie.
Mit
- Dascha Ivanova, Roman Kurtz, Nina Plagens, Carolin Weber
- Pommestüten Yannick Dreher, Anica Haubrich, Johanna Lehnert, Marie Shuta
Regiestudentin Malin Lamparter schließt mit dieser Inszenierung um Identität und Vertreibung ihre Ausbildung ab. Und sie liefert ein schwungvolles, lebendiges und originelles Stück Theater, das vom Publikum begeistert angenommen wurde.
Ana, von Ensemblemitglied Nina Plagens exzellent mit einer Mischung aus jugendlicher Unsicherheit, Herzlichkeit und nicht zuletzt bemerkenswerter Präsenz gespielt, besucht ihre Eltern. Sie will nochmal vorbeischauen, bevor sie zum Studium weit weg geht.
Ihr Vater ist »Pommes Fritz«. Roman Kurtz spielt ihn mit bemerkenswerter Leichtigkeit und höchst überzeugend als besessenen »Pommeswissenschaftler«, der eine neue Geschmacksnote schaffen will. […] Carolin Weber ist seine Lebensgefährtin. Sie spielt fein nuanciert eine Frau, die ihre eigenen Interessen im Lauf des Lebens aus den Augen und sich selbst im Kümmern um andere verlor.
Ana trifft in der alten Heimat auf ihre frühere Freundin Juli (Trang Dông mit authentischer Fröhlichkeit und Vitalität), die ihr noch immer herzlich zugetan ist.
Gießener Anzeiger
Die beiden [Pommestüten-Statistinnen] sind es auch, die die flotte Inszenierung am Laufen halten, setzen sie den ausgeklügelten Kubus von Ausstatterin Kati Stubbe immer wieder mit Schwung in Bewegung. Die raffinierte Spielfläche bietet Platz für die unterschiedlichen Begegnungsräume: die Imbissstube, die Wohnung, irgendwo draußen im Grünen. Das alles wirkt nahezu klinisch rein, hat sich Stubbe für einen Comic-Stil in strahlendem Weiß (Bühnenbild) und sonnigem Gelb (Kostüme) entschieden.
Gießener Allgemeine Zeitung
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