Heartship
Schauspiel von Caren Jeß
- Kleines Haus
Sara und Ann lernen sich beim Aerobic kennen und könnten unterschiedlicher kaum sein. Die introvertierte, alleinerziehende Augenärztin Ann trifft auf die selbstbewusste, ungebundene Sara. Zwischen ihnen entsteht etwas, das Ann irgendwann zärtlich „Heartship“ nennt, getragen von Wut, Mut und Solidarität. Gemeinsam erheben sie die Stimme und segeln dem Patriarchat entschlossen davon.
Sara und Ann lernen sich beim Sport kennen. Sie sind ganz verschieden. Ann ist ruhig und lebt allein mit ihrem Kind. Sie spricht nicht viel über ihre Sorgen. Sara ist selbstbewusst und lebt frei, ohne feste Beziehung.
Zwischen den beiden wächst eine besondere Verbindung. Ann nennt die Beziehung zärtlich „Heartship“. Beide fühlen Wut in sich – Wut auf sich selbst, auf ihren Körper und besonders auf Männer. Manche Männer tuen Frauen weh. Andere ekeln sich, wenn Frauen Haare an ihrem Körper haben.
Anns Wut macht sie traurig und nach innen gekehrt. Sara spricht ihre Wut jeden Monat bei einer Bühnenshow aus. Sie tritt in einer Kneipe namens „Heartship“ auf und sagt, was sie bewegt.
Gemeinsam finden Sara und Ann Mut und Zusammenhalt. Sie lassen ihre Stimme hören und stellen sich gegen die Welt, in der Männer oft die Macht haben.
Die Geschichte ist wütend und auch lustig. Sie zeigt: Frauen können eine besondere Beziehung haben. Und sie zeigt, wie Wut zu etwas Starkem werden kann – zu Aktion und Veränderung.
Mit
„Sasha Schewelew zeigt das Kammerspiel mit Sensibilität und verfeinertem feministischen Furor. [...] Sie beweist in ihrer Lesart Sinn fürs Timing, einen souveränen Umgang in der Wahl der szenischen Mittel und Sensibilität für Figuren, die sich tastend annähern. Immer wieder einen kleinen Schritt vor und dann erst mal einen zu Seite.“
„Ana Bob schafft es mit ihrer Simultanbühne, die Annäherung der Frauen und die Enthüllung der Vorgeschichte räumlich zusammenbringen und zugleich dicht ans Publikum zu rücken.“
„Anne-Elise Minetti und Nina Plagens gelingt das Kunststück, diese besondere „Heartship“ der beiden Frauen glaubhaft zu machen. […] Und dass die es schaffen, die erhebliche Masse an Text dieses wortlastigen Stücks, noch dazu mit langen Wortketten voller ophthalmologischer Fachbegriffe, sorgsam zu sprechen, nötig Respekt ab.“
Gießener Allgemeine Zeitung
„In ‚Heartship‘, der neuen, von den beiden Ensemblemitgliedern Nina Plagens und Anne-Elise Minetti exzellent gespielten Schauspielproduktion des Stadttheaters Gießen, entwickelt sich eine Geschichte, die von Widersprüchen der Figuren und Dramatik nur so strotzt. […] Beide gestalten ihre Figuren präzise und emotional glaubhaft.“
Gießener Anzeiger
Thematisierung und Beschreibung sexualisierter Gewalt, Darstellung einer Skin-Picking-Störung (Dermatillomanie)
Haus der Karten
Theaterkasse + Tickets im Dürerhaus
Kreuzplatz 6, 35390 Gießen
Infos und Karten
Tel.: 0641-7957 60/61
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