Tanz kann mehr!

Das Tanzkollektiv T.I.A. dance productions aus Offenbach und Frankfurt kommt mit einem besonderen Gastspiel für zwei Aufführungen nach Gießen. Ihr Stück Tanzselfies #unfiltered öffnet überraschende Perspektiven auf den Tanz: Was passiert, wenn Sehen nicht die wichtigste Form ist, um Tanz zu erleben? Wenn Barrierefreiheit nicht nachträglich zu einer fertigen Aufführung hinzugedacht wird, sondern von Anfang an Teil des künstlerischen Prozesses ist? Und was kann entstehen, wenn Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Wahrnehmungsweisen gemeinsam entscheiden und erleben, wie Tanz aussehen, klingen und sich anfühlen kann?
Von Caroline Rohmer

Für T.I.A. dance productions sind das keine theoretischen Fragen. Sie stehen im Zentrum ihrer Stückentwicklungen und der künstlerischen Bildungsarbeit an der Schnittstelle von Tanz und sozialer Kunstpraxis. Das 2023 gegründete Kollektiv wird von queeren, migrantischen und behinderten Künstler*innen geleitet. Es geht ihnen nicht einfach nur darum, bestehende Tanzproduktionen für Publikum zugänglicher zu machen. Das Kollektiv nutzt vielmehr Strukturen der barrierefreien Zusammenarbeit als künstlerische Mittel. In ihrem Stück „Tanzselfies #unfiltered“ wird das unter anderem an der integrierten Audiodeskription deutlich, die live in der Aufführung gesprochen wird. Sie macht das Publikum beschreibend auf Vorgänge auf der Bühne und Details aufmerksam. Die Aufführung wird dadurch nicht nur für blinde und sehbehinderte Zuschauer*innen zugänglich, sondern hinterfragt unsere Sehgewohnheiten und Erwartungen an den Tanz.

Hannah Dewor und Amelia Uzategui Bonilla in „Tanzselfies #unfiltered“, Foto: De-Da Productions

Hannah Dewor und Amelia Uzategui Bonilla in „Tanzselfies #unfiltered“, Foto: De-Da Productions

Worum geht es beim Tanzen eigentlich?

Die Geschichte von T.I.A. begann für Mitbegründerin Amelia Uzategui Bonilla mit der Frage nach Fürsorge: Was könnte es bedeuten, wenn Fürsorge für die Beteiligten und das Publikum nicht erst dann berücksichtigt wird, wenn ein Stück bereits fertig ist. Was wäre, wenn die Bedürfnisse und Erfahrungen aller Beteiligten von Anfang an Teil der künstlerischen Arbeit wären? Und welche Wahrnehmungen und Erfahrungen eröffnen sich uns, wenn wir unsere (Seh-)Gewohnheiten und Erwartungen an Bühnentanz hinterfragen?

Hinzu kam eine weitere Frage: Warum wird Tanz überhaupt so stark über das Sehen definiert? Für Amelia ist dieses Thema auch mit ihrer eigenen Biografie verbunden. Amelia ist in Peru geboren, in Kalifornien aufgewachsen, und bevor sie nach Deutschland kam, arbeitete Amelia fünf Jahre lang mit der US-amerikanischen Choreografin Anna Halprin zusammen. Halprin ist berühmt für ihre somatischen Ansätze, in denen Körper nicht nur als Form, sondern als Orte von Erinnerungen, Emotionen und persönlichen Erfahrungen verstanden werden. Sie arbeitete mit Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe und öffnete Tanz für Menschen, die nicht klassisch als Tänzer*innen ausgebildet waren.

Auch in Amelias eigener Familie, die aus der Region Huancayo in den peruanischen Anden stammt, hat Tanz eine Bedeutung, die über die Bühne hinausgeht. Amelia erzählt über die  soziale und rituelle Funktion von Tanz und  wie sehr damit Identitätsstiftung und Gemeinschaft verbunden sind. Als Kind erlebte Amelia Tanz zunächst nicht unbedingt als etwas, an dem sie selbst aktiv teilnehmen musste, um sich zugehörig zu fühlen. In ihrer Familie wurde Salsa oder Merengue getanzt. Sie hörte die Musik und nahm die Atmosphäre auf. Sie wusste, wo sie war und dass sie zu diesem Raum gehörte. Später entstand die Möglichkeit, selbst mitzutanzen und eigene Schritte auszuprobieren.

Für Amelia liegt darin eine wichtige Qualität von Tanz: Man muss nicht bereits wissen, wie man tanzt, und man muss nicht sofort mitmachen, um Teil einer Gemeinschaft zu sein. Man kann zunächst einfach da sein, zuhören, zuschauen, wahrnehmen und die Atmosphäre erleben. Und irgendwann entsteht daraus vielleicht der Wunsch, selbst in Bewegung zu kommen.

Amelia Uzategui Bonilla in der Probe. Foto: Ira Rogava

Amelia Uzategui Bonilla in der Probe. Foto: Ira Rogava

Diese Erfahrung verbindet sich mit einer grundsätzlichen Frage, die sich das Kollektiv T.I.A. heute stellt: Worum geht es beim Tanzen im Kern? Auf welchen Ebenen können wir Tanz erleben, wenn nicht (nur) virtuose Bewegung im Zentrum der Erfahrung steht? „Warum tanzen wir? Ist es nur ein Mittel, um schöne Bilder zu zeigen, oder was passiert zwischen uns, wenn wir gemeinsam tanzen?“, fragt Amelia. Tanz kann Menschen im gemeinsamen Erleben miteinander verbinden. Er kann Erinnerungen wecken, Geschichten erzählen und ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln. Und er kann auch bedeuten, dass unterschiedliche Menschen ihre eigenen Formen des Ausdrucks finden.

Das Sehen unterbrechen

Aus diesem Gedanken heraus befragt T.I.A. die Vorherrschaft des Visuellen im Bühnentanz. Dabei wird deutlich, dass es eine Verbindung gibt zwischen Barrierefreiheit für ein sehbehindertes Publikum und postkolonialer Kritik. Gemeint ist dabei unter anderem die Frage, welche Vorstellungen von Körpern, Schönheit, Bewegung und Wahrnehmung auf einer Bühne als Standard gelten – und wer diese Vorstellungen geprägt hat, denn sie sind mitnichten neutral. Sie wurden über lange Zeit von bestimmten Traditionen geprägt, etwa vom europäischen Ballett und von einer Kultur, in der das Sehen als wichtigste Form der Wahrnehmung gilt. Wenn eine Tanzaufführung nicht ausschließlich über das Auge und das Sehen funktioniert, gerät auch die vermeintliche Selbstverständlichkeit einer eurozentrisch geprägten Tanzästhetik ins Wanken, in der nur weiße, „gesunde“ und athletische Körper als interessant genug erachtet werden, um auf einer Bühne zu tanzen.

Amelia studierte Ballett und Modern Dance an der Juilliard School in New York und machte als migrantisierte Person schon in den USA die Erfahrung, sich extrem an bestimmte Standards anpassen zu müssen und ihre eigene Identität und Tanzbiografie zu verschleiern: „Manche Sachen konnte ich auch nicht ausdrücken. Es konnte von anderen nicht gelesen werden. Und auch das Thema Stimme war eine große Herausforderung. Wie könnte ich beim Tanzen meine eigene Stimme entwickeln und einsetzen?“

 

In Deutschland kam Amelia über einen Workshop von Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke mit Audiodeskription im Tanz in Berührung. „Da hab ich erkannt: Wow, die Stimme ist richtig wichtig! Ich könnte auch so richtig laut tanzen und muss nicht leise sein, muss mich nicht anpassen.“ In dieser Befreiung lag zugleich die Erkenntnis, dass die Stimme, das Erzählen, Geräusche, Berührungen und das gemeinsame Erleben gleichberechtigte Zugänge zum Tanz schaffen und unseren Blick sogar – in spannender Irritation – unterbrechen können.

Andere Wahrnehmungen als künstlerische Stärke

Eine wichtige Perspektive dafür bringt Lilian Korner ein. Lilian lernte Amelia in dem erwähnten Workshop zu Audiodeskription kennen. Lilian ist blind, kommt aus der Kunstwissenschaft, und hat in Frankfurt Ästhetik studiert – ein Studiengang, der Kunsttheorie und Kunstpraxis miteinander verbindet. Schon während des Studiums beschäftigte sich Lilian mit der Frage, wie Kunst aus einer blinden Perspektive wahrgenommen wird, wie Ästhetik anders als vom Sehen aus befragt werden kann. Daraus entwickelt sich im Umkehrschluss die Frage nach Kunstproduktion aus dieser Perspektive: „Was heißt es, gegen das Sehen zu arbeiten?“
In Bezug auf den Bühnentanz schließt sich Lilian an Amelias Beobachtung an: „Ballett behauptet ja traditionell die ganz leichte, schwebende, lautlose Figur. Aber wenn die Tänzer*innen laut und schwer sind, dann kann das unglaublich hilfreich sein, um sie zu hören.“

Lilian Korner, Foto: Ira Rogava

Lilian Korner, Foto: Ira Rogava

Bei der Begegnung mit Amelia hatte Lilian noch keine Erfahrung, selbst Bühnenproduktionen mitzuentwickeln. Für eine Zusammenarbeit mit T.I.A. sei es jedoch darum gegangen, dass Lilian die eigene Wahrnehmungsweise aus blinder Perspektive einbringen kann. „Das ist einfach unglaublich wichtig in unserer Arbeitsweise: dass es uns nicht darum geht: Welchen Abschluss hast du, um qualifiziert genug zu sein, ein Tanzstück zu erarbeiten und professionell bewerten zu können? Sondern: Welche gelebte Erfahrung hast du? Wie können wir einen experimentellen Raum öffnen, in dem wir gucken können, was passiert?“, so Lilian.

Für Lilian ist diese kollektive Arbeitsweise unmittelbar mit einer umfassenden Vorstellung von Barrierefreiheit verbunden. Barrierefreiheit bedeutet für T.I.A. nicht lediglich, nachträglich einen Zugang zu einer bestehenden Kunstform und ihrem Konsum herzustellen. Vielmehr geht es darum, Strukturen zu schaffen, in denen blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig Kunst erfahren und produzieren. „Wir versuchen, Formen von Barrierefreiheit zu finden, in denen blinde und sehbehinderte Menschen eine starke Form von Selbstständigkeit erfahren können“, sagt Lilian. „Die Kunsterfahrung, aber auch das Dortsein in einer Aufführung, also die sozialen Prozesse, die da passieren, werden mitgedacht und strukturiert.“ Das sei wichtig, weil Menschen mit Behinderung im Alltag häufig nicht auf Strukturen treffen, die ihre Selbstständigkeit selbstverständlich ermöglichen. Sie müssen sich an vorhandene Bedingungen anpassen oder um Hilfe bitten. Oder es wird Dankbarkeit erwartet, wenn Hilfe kommt, die gar nicht gefragt war. T.I.A. möchte Räume schaffen, in denen unterschiedliche Bedürfnisse und Wahrnehmungsweisen nicht als Ausnahme behandelt werden, sondern von Anfang an mitgedacht sind.

Neue Vorbilder schaffen

Dass solche Arbeitsweisen in Deutschland noch vergleichsweise neu sind, zeige auch die Situation blinder und sehbehinderter Künstler*innen, so Lilian und Amelia. Zwar gibt es inzwischen einzelne Orte und Initiativen – besonders die Tanzszene in Nordrhein-Westfalen und die Performanceszene in Berlin –, die sich intensiv mit Audiodeskription und Barrierefreiheit für Publikum beschäftigen. Doch die Möglichkeit, auch eine professionelle Laufbahn im Tanz und Theater einzuschlagen, sei für blinde und sehbehinderte Menschen weiterhin kaum möglich oder vorstellbar. Es fehlen Ausbildungswege, Hochschulen seien häufig nicht ausreichend auf unterschiedliche Bedürfnisse eingestellt und auch in Schulen für blinde und sehbehinderte Kinder werde eine künstlerische Karriere nur selten als selbstverständlich mögliche Perspektive vermittelt.

Der Fokus von T.I.A. liegt daher nicht nur in der Entwicklung von Stücken. Workshops und Vermittlungsangebote gingen Hand in Hand und ermöglichten oft zum ersten Mal Begegnungen mit Tanz, Audiodeskription und künstlerischer Arbeit. Die Frage lautet dabei nicht nur: Wie können wir ein blindes oder sehbehindertes Publikum erreichen? Sondern auch: Wie können wir Einladungen aussprechen, selbst auf der Bühne zu stehen? Wer möchte selbst tanzen, Musik machen, dramaturgisch mitarbeiten oder Audiodeskriptionen gestalten?

Dabei käme immer wieder die grundlegende Frage auf, wer gut genug sei, wer die „richtigen“ Voraussetzungen habe, um auf einer Bühne zu stehen. Besonders präsent ist sie in der Zusammenarbeit mit Schulen, mit denen T.I.A. kooperiert. Mit Schüler*innen arbeiten sie zu Musik, Tanz und Audiodeskription. Immer wieder geht es dabei auch um Vorbilder. Amelia erzählt, dass sie selbst während ihrer Ausbildung nur wenige behinderte Tänzer*innen kannte. Manche ihrer Vorbilder waren sogar „geheim“: Balletttänzerinnen, deren Sehbehinderung nicht öffentlich bekannt war.
Amelia erinnert sich an einen Workshop mit der schottischen Performancekünstlerin Claire Cunningham, die sich selbst als disabled artist (behinderte Künstlerin) bezeichnet und dafür bekannt ist, mit Krücken auf der Bühne zu performen. „Claire hat ganz deutlich gesagt, dass behinderte Personen nicht wie nicht-behinderte Personen tanzen oder sich ausdrücken sollen. Und da konnte ich auch eine Verbindung zu meiner eigenen Ausbildung herstellen. Es gab ganz viel Druck, dass ich mich wie meine weißen Kolleginnen bewegen solle. Dass ich meinen Körper anpassen solle, damit er vergleichbar wird. Ich sollte dünner sein, aber vielleicht ist das für meinen Körper zu dünn? Diese Fragen sind sehr interessant. Und sie lassen sich auf andere übertragen, beispielsweise: Ist das, was ich mache, meine eigene künstlerische Entscheidung, oder folgt sie einer bestimmten Gewohnheit und Erwartung?“

Auch deshalb möchte T.I.A. Kindern und Jugendlichen möglichst früh zeigen, dass künstlerische Arbeit ein Experimentierfeld sein kann, in dem die eigene Position und Perspektive Wertschätzung und Sichtbarkeit erhält.

„Tanzselfies #unfiltered“

Die Arbeit mit Schüler*innen wurde schließlich zu einem wichtigen Ausgangspunkt für T.I.A.s jüngstes Stück „Tanzselfies #unfiltered“ das im April 2026 in Kooperation mit dem Mousonturm Frankfurt entstanden und uraufgeführt wurde und nun als Gastspiel in Gießen gezeigt wird. Das Kollektiv wollte ein Stück für Jugendliche machen, das ihre Fragen in Bezug auf „Kunst machen“ aufgreift. Die Fragen der Schüler*innen in den Workshops und künstlerischen Bildungsprojekten von T.I.A., seien überraschend direkt gewesen: Wie viel Geld verdient man eigentlich für eine Stunde Tanz? Kann man davon leben? Wie funktioniert ein Casting? Wie läuft es hinter der Bühne? Lernt ihr eure Texte auswendig? Und sind die Geschichten, die ihr erzählt, wirklich passiert? „Sie sind so neugierig und kommen dann mit ihrer Jugendsprache und den neuen Trends die sie auch gerne ausprobieren wollen. Sie wissen alles, was grad auf TikTok in Brasilien passiert“, erzählt Amelia lachend.

Aus diesen Fragen und Begegnungen entwickelten sie ein Stück, das einen Blick hinter die Oberfläche des Tanzbetriebs wirft. In „Tanzselfies #unfiltered“ nehmen uns zwei Tänzer*innen mit in ihren Alltag zwischen Vortanzen, Garderobe und schweißtreibenden Proben. Salsa, House, Ballett und zeitgenössischer Tanz treffen auf persönliche Erinnerungen, Social-Media-Ästhetiken und Geschichten über Erfolg, Körper und Identität. Es geht dabei um Situationen, in denen der eigene Körper plötzlich besonders sichtbar wird: weil jemand aufgrund seines Aussehens, seines Geschlechts oder einer Behinderung anders betrachtet wird. Gleichzeitig geht es um die Freude am Tanzen, um Neugier und um die Frage, was passiert, wenn Menschen gemeinsam einen Raum betreten und ihre eigenen Regeln entwickeln.

Ein Stück für mehr als eine Zielgruppe

 „Tanzselfies #unfiltered“ wurde für ein junges Publikum ab 11 Jahren entwickelt und die integrierte Audiodeskription platziert das Stück prominent auch für blindes und sehbehindertes Publikum. Doch das Stück richtet seine Einladung auch an erwachsenes und sehendes Publikum. „Wir versuchen, die Gegenüberstellungen aufzubrechen“, sagt Lilian, „denn die Unterschiede zwischen Menschen verlaufen nicht einfach entlang von Kategorien ‚blind‘ und ‚sehend‘. Wir alle haben komplexe Biografien, die manchmal von Erfahrungen der Marginalisierung geprägt sind.“ Manche Ausgrenzungen überschneiden sich oder sind ähnlich. „Durch unsere Arbeitsweise, die wir auf die Bühne bringen, werden diese ganzen Überschneidungen besprechbar.“
Lilian erzählt beispielsweise von einer sehbehinderten, neurodivergenten Person, die ihr nach einer Vorstellung gesagt habe, wie hilfreich das Tempo der Aufführung gewesen sei. Eine andere Person, die gerade Deutsch lernte, habe Lilian erzählt, dass die Beschreibung der Bewegungen beim Verstehen hilft. Eine inklusive Kunst müsse nicht unbedingt erklären, für wen sie „geeignet“ sei. Sie könne vielmehr einen Raum schaffen, in dem unterschiedliche Menschen ihre eigene Art finden, eine Aufführung zu erleben.

Hannah Dewor und Amelia Uzategui Bonilla in „Tanzselfies #unfiltered“, Foto: De-Da Productions

Hannah Dewor und Amelia Uzategui Bonilla in „Tanzselfies #unfiltered“, Foto: De-Da Productions

Gemeinsam erleben

Bei „Tanzselfies #unfiltered“ wird am Schluss die Einladung ausgesprochen, dass alle gemeinsam tanzen. Für viele Jugendliche sei das Selbermachen aber nicht einfach, weil sie nicht gesehen und verurteilt werden möchten. „Aber nach der Vorstellung,“, so Amelia, „zum Beispiel in unserem Workshop, fühlen sie sich wohler und haben ein bisschen mehr Mut, was auszuprobieren. Und ich denke, das ist auch voll in Ordnung. Man muss nicht immer Ja zur ersten Einladung sagen. Vielleicht reicht es auch, da zu sein und den Raum zu spüren.“  
„Tanzselfies #unfiltered“ ist ein Beispiel für eine Arbeit, die den Raum für unterschiedliche Wahrnehmungen selbstverständlich öffnet. Man darf zuschauen. Man darf zuhören. Man darf sich bewegen. Und man darf auch einfach nur da sein.


„Tanzselfies #unfiltered“ von T.I.A. dance productions ist als Gastspiel zu sehen am 2. September um 18:00 Uhr und am 3. September um 10:30 Uhr im Kleinen Haus.

Gastspiele und Workshops sind Teil des Projekts „T.I.A. für junges Publikum“, unterstützt im Rahmen von Next Steps, einem Programm von Bureau Ritter zur Stärkung der Tanzschaffenden in Hessen. Gefördert von der Crespo Foundation.

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