"Alles wieder gut?" Spielzeitstart nach Hackerangriff ist steil, schnell und aufregend
Liebes Publikum,
„alles wieder gut bei euch?“ so wurde ich in den letzten Tagen von vielen Menschen aus der Stadt angesprochen. Ich habe wahlweise mit einem offenen „Naja“ geantwortet oder auch mit einem zuversichtlichen „Nö. Aber besser“.
Die Folgen, die der Hackerangriff auf die digitalen Systeme und die Kommunikation des Stadttheaters im Juni hatte, werden uns noch eine Zeitlang beschäftigen. Auch wenn es in einem riesigen Kraftakt über die Sommerpause gelungen ist, Daten und Informationen wieder herzustellen, ein komplett neues Serversystem aufzubauen und die Kommunikationsstrukturen neu ins Laufen zu kriegen. Wir waren auf null und sind noch nicht ganz wieder bei hundert. Haben Sie also noch etwas Geduld, wenn noch nicht alles perfekt ineinandergreift.
Einhundert Prozent und mehr geben wir künstlerisch natürlich schon jetzt. Denn der Start in die Spielzeit ist steil, schnell und aufregend. Die Verlängerung des Sommers leiten wir mit dem Konzert „Schiffenberg Classics“ am 19. August ein, in einer – hoffentlich – lauen und launigen Sommernacht mit Solist*innen aus dem Musiktheaterensemble und dem Philharmonischen Orchester unter Leitung von Vladimir Yaskorski.
Vom Schiffenberg geht es dann direkt auf die Sommerbühne vor dem Stadttheater, wo wir ab dem 20. August vier Tage Programm machen, das dann in ein Kinder- und Theaterfest am 23. August mündet und Sie mit der Spielplanshow aller Sparten „Give me five“ am Sonntagabend mühelos und vergnügt mitnimmt in die Saison 2026/2027, unsere fünfte gemeinsame Spielzeit.
Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen in der lockeren und einladenden Atmosphäre der nächsten Tage und darauf, mit Ihnen in die neue Spielzeit zur starten.
Eine Spielzeit voller ungewöhnlicher Projekte, Neuinszenierungen, Wiederaufnahmen von Highlights, Erst- und Uraufführungen, Ausgrabungen, Stückentwicklungen.
Neugier, Überraschung, Risiko, das Hinterfragen von Mustern und das Ausprobieren neuer Wege treiben uns an. Wir nehmen die Herausforderung an, Theater zu machen in einer Welt der zugespitzten Konflikte und der verschärften gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.
Im Theater, auf der Bühne, haben wir das große Glück, diese Wirklichkeit, ihre Widersprüche, ihre Brutalität, ihre Ungereimtheiten, ihre Erschütterungen wahrzunehmen, zu simulieren und davon zu erzählen. Im Schutz des Spiels, der Fiktion, der Kunst haben wir alle Freiheit, leben zu üben daraus Erlebnisse zu machen. Den unendlichen Reichtum, der dadurch entsteht, teilen wir, liebes Publikum, miteinander.
Die Spielzeit 2026/2027 ist eröffnet.
Simone Sterr