Ringvorlesung 175 Jahre Gießener Germanistik
Christian Heinrich Schmids „Chronologie des deutschen Theaters" (1775) – was sehen wir heute anders?
- Vortrag von Prof. Dr. Cora Dietl
- Foyer
Eigentlich hatte er ja auf eine bezahlte Stelle in Erfurt gehofft. Aber es sollte so nicht kommen. Ab 1771 war Christian Heinrich Schmid Professor der Beredsamkeit und Dichtkunst an der Universität Gießen. Er eckte zwar überall, wo es ging, an, aber immerhin soll z.B. seine Horaz-Vorlesung 130 Hörer angezogen haben. Sein kritischer, provokanter Geist war offensichtlich beliebt. Den zeigt er auch in seiner „Chronologie des deutschen Theaters" aus dem Jahr 1775, in der Schmid gleich im Vorwort gegen die anderen Künste zum Schlag ausholt, um sein Werk zu profilieren: „Die Bühne zu schätzen erfodert Verstand, da man blos Augen und Ohren nöthig hat, um an Malerey und Musik Geschmack zu finden“. Aber er meint ja, ein möglichst objektives Werk zu schreiben. Ist dem so? Und wie sieht es mit seinen „Fakten“ aus, die er zu großen Teilen aus Augenzeugen sammelt? – Beleuchten wir ihn doch mal aus der Perspektive einer heutigen Gießener Professorin mit einem Schwerpunkt im Bereich des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Theaters.
Di. 15.12.2026
18:00
- 19:00 Uhr
- AUSKLANG AN DER FOYERBAR im Anschluss a.d.V.
Haus der Karten
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