(Re)Spacing
- Performances und Interventionen in der Kunsthalle Gießen
- Kunsthalle Gießen
In den Zeiträumen zwischen dem Abbau einer vergangenen und dem Aufbau einer neuen Ausstellung in der Kunsthalle Gießen setzen sich Tänzer*innen mit der sich stets wandelnden räumlichen Situation der Kunsthalle auseinander. Dabei verarbeiten sie Impulse der Künstler*innen und ihrer Arbeiten, die an diesem Ort gezeigt werden. Die einmaligen Performances nehmen somit Bezug auf die Transformationskraft und stete Wiederbelebung des Kunstraums.
Eintritt frei.
In the periods between the dismantling of a past exhibition and the installation of a new one at the Kunsthalle Gießen, the dancers explore the ever-changing spatial situation of the Kunsthalle. In doing so, they process impulses from the artists and their works that are shown at this location. The unique performances thus refer to the transformative power and constant revitalisation of the art space.
Free entry.
ASKANCE | Performance von und mit Pin-Chen Hsu und Eliana Beltrán Palacio | 1. April 2026 | 19 Uhr
Für ihre Performance lassen sich die taiwanesische Tänzerin Pin-Chen Hsu und die kolumbianische Künstlerin und Drummerin Eliana Beltrán Palacio inspirieren von Roméo Mivekannins Ausstellung „Les gens ne disent presque rien“ und dessen Zitat von Paul Celans Gedicht „Auge der Zeit“. Gemeinsam teilen sie den nun leeren Raum und erforschen unter dem ständig wechselnden Takt des Schlagzeugs das Fortschreiten der Zeit. „askance“ = scheel, schief, quer scheint sie zu vergehen. Mit ihren Bewegungen ruft Pin-Chen Hsu in ihrem Körper Erinnerungen an vormenschliche und transhumane Zustände wach und stellt dabei Mechanismen des Framings und der Hierarchisierung in Frage. Markierungen und Stigmatisierungen von Menschen, die in Mivekannins Arbeiten und ihren historischen Referenzen sichtbar wurden, werden in der Performance mithilfe von Spiegeln reflektiert; das Ausgestelltsein und die Blicke des Publikums werden zurückgeworfen. Während die Gegenwart wie in einem Käfig umgeben bleibt von Traumata der Vergangenheit, fragt die Performance, was ein Blick oder gar ein Weg in die Zukunft bedeuten könnte.
In their performance, Taiwanese dancer Pin-Chen Hsu and Colombian artist and drummer Eliana Beltrán Palacio take inspiration from the exhibition „Les gens ne disent presque rien“ by Roméo Mivekannin and his quotation of Paul Celan’s poem “Auge der Zeit” (Eye of the times). Together they share the now empty space and explore the progression of time to the changing beats of drums. “askance” = skeptical, tilted, crossways it seems to pass. Through her movements, Pin-Chen Hsu evokes memories of pre-human and transhuman states within her body, thereby challenging mechanisms of framing and hierarchisation. The labelling and stigmatisation of people, which have become visible in Mivekannin’s works and their historical references, are reflected in the performance with the aid of mirrors; the act of being on display and the audience’s gaze are bounced back. While the present remains trapped in a cage surrounded by past trauma, the performance asks what a glimpse – or even a path – into the future might entail.
Mi. 01.4.2026
-
Eintritt
frei
19:00
Uhr
- Kunsthalle Gießen
- ASKANCE - Performance von Pin-Chen Hsu und Eliana Betrán Palacio
Haus der Karten
Theaterkasse + Tickets im Dürerhaus
Kreuzplatz 6, 35390 Gießen
Infos und Karten
Tel.: 0641-7957 60/61
theaterkasse@stadttheater-giessen.de