Das ist Ihr Wunschkonzert!

Das Leben ist kein Wunschkonzert – unser 8. Sinfoniekonzert sehr wohl: Das Publikum hat von Spielzeitbeginn bis Neujahr abgestimmt und so über das Programm beim 8. Sinfoniekonzert am 18. Juni entschieden. Zu hören sein werden Hermann Goetz‘ Ouvertüre zu „Der Widerspenstigen Zähmung“, Paul Hindemith‘ „Der Schwanendreher“ sowie Franz Schmidts Sinfonie Nr. 3 A-Dur. Für den Schwanendreher kommt als Solist Brian Isaacs, die musikalische Leitung übernimmt Florian Ludwig.

„Dass es so knapp werden könnte, damit hatte ich nicht gerechnet“ kommentiert Generalmusikdirektor Andreas Schüller den Abschluss der Abstimmung. Die Idee, das Publikum über das Programm eines Sinfoniekonzerts entscheiden zu lassen, stammt von ihm. Im Anschluss an die bisherigen Konzerte der Spielzeit und zuletzt noch beim Neujahrskonzert konnten die Besuchenden ihren Wahlzettel ganz klassisch ausfüllen und in die bereit gestellten Wahlurnen einwerfen. Die Abstimmung war aber auch online und über die Social Media Kanäle des Stadttheaters möglich. Die Anzahl der Teilnehmenden war erfreulich, das Ergebnis denkbar knapp. Tatsächlich haben nur wenige Stimmen den Ausschlag geben zwischen zwei der insgesamt drei zur Auswahl stehenden Programme.

Das vom Publikum favorisierte Programm Nummer 2 verbindet klassische Geschichten mit romantischer Intensität. Auf Hermann Goetz‘ Ouvertüre zu „Der Widerspenstigen Zähmung“ folgen Hindemiths Schwanendreher und Franz Schmidt‘ Sinfonie Nr. 3. Mit Brian Isaacs kehrt ein junger Solist wieder, der sich im vergangenen Jahr als Absolvent der HfMDK Frankfurt bereits dem Konzertpublikum vorgestellt hat. Auch der Dirigent des Konzerts ist in Gießen bekannt: Florian Ludwig war 2020 bis 2022 interimistisch Generalmusikdirektor in Gießen. Seit Beginn der Saison 2025/2026 ist er Chefdirigent der Vogtland Philharmonie und Professor für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik in Detmold.

Erleben Sie auch das Preview-Konzert am 17. Juni mit persönlichen Einblicken und spannenden Fakten zu den dargebotenen Stücken.


Programm 2 – Klassik, Zähmung und große Sinfonie


Hermann Goetz: Ouvertüre zu „Der Widerspenstigen Zähmung“
Paul Hindemith: Der Schwanendreher für Viola und Orchester
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 3 A-Dur

Gleich zu Beginn des 2. Programms wird es temperamentvoll. Hermann Goetz vertont in seiner Ouvertüre die Reibungen und Pointen von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“. Die gleichnamige Komödie handelt von einer Frau, dessen Widerspenstigkeit „gezähmt“ werden soll, um sie zu verheiraten. Goetz verdichtet diese Gegensätze in einer Musik voller Witz, Energie und klassischer Eleganz.

Paul Hindemiths „Der Schwanendreher“ ist eines der großen Bratschenkonzerte des 20. Jahrhunderts. Geschrieben 1935, basiert das Stück auf drei mittelalterlichen deutschen Volksliedern. Dessen dritter Satz bezieht sich auf das Lied „Seid ihr nicht der Schwanendreher“. Und wie ein Schwanendreher, der damals Schwäne über dem Feuer grillte, so dreht sich auch die Musik. Alles rotiert, gleichmäßig, mit behutsamer Kraft – ein Werk, das die Bratsche singen lässt wie kaum ein anderes.

Den sinfonischen Höhepunkt bildet Franz Schmidts Sinfonie Nr. 3 A-Dur, uraufgeführt 1928 in Wien. Beim internationalen Schubert Wettbewerb belegte sie den 2. Platz und gilt als Schmidts lyrischstes und elegantestes Werk für Orchester. Poetische Themen, ein prachtvolles Zusammenspiel der Instrumente und ein zweiter Satz, der mit tief bewegender Intensität erklingt. Wie eine Tür, die sich langsam zu einer zuvor nicht gesehenen Klangwelt öffnet.

EIN PROGRAMM, DAS KLASSISCHE GESCHICHTEN MIT ROMANTISCHER INTENSITÄT VERBINDET: POINTIERT, KANTABEL UND MIT EINER GROßEN KLANGKRAFT.

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